Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.

Meister Eckhardt

Die Zeit zwischen Weihnachten und dem 6. Januar nehme ich mir gerne, um das alte Jahr Revue passieren zu lassen und mich gedanklich auf das neue Jahr einzustellen. Und hier kommt immer wieder ein Begriff sozusagen „um die Ecke“: Visionboards ! Sicher hast du davon schon einmal gehört und es gibt jede Menge Artikel und DIY-Workshops, wie du ein solches Visionboard anfertigen kannst. In meinem ersten Blogartikel des neuen Jahres möchte ich dir Tipps geben, wie du dein Visionboard NICHT gestalten solltest und welche 3 Fehler du vermeiden solltest.

Und zum Abschluss habe ich noch einen ultimativen Tipp für dich, den ich dieses Jahr für mich umgesetzt habe und von dem ich absolut begeistert bin!

Fehler 1: Du verwechselst Ziel und Vision

Ganz ehrlich: ich bin in genau die gleiche Falle getappt! Ich habe mich hingesetzt und mir überlegt, welche großen Ziele (du weißt ja – Thing Big!) vornehmen soll. Und da ich es ja schon gewohnt bin, mir meine wöchentlichen TO-DO-LISTEN zu schreiben, war das nach meinem Ermessen eher eine leichte Übung. Dachte ich.

Erst vor kurzem hatte ich einen tollen Podcast zum Thema Ziele setzen für 2020 gehört. Und dann erinnerte ich mich wieder an meine Unternehmenszeit zurück. Klar – die SMART-Methode.

Worin besteht sie? Du definierst deine Ziele smart, sprich:

S = Spezifisch

M = Messbar

A = Annehmbar

R = Realistisch

T = Zeitlich begrenzt

Nehmen wir mal ein Beispiel: Du bist selbstständig und möchtest in diesem Jahr deinen Umsatz steigern. Entweder du nimmst nur einen Teilbereich deiner Aktivität oder du nimmst dein gesamtes Angebotsspektrum. Nehmen wir an, du möchtest in diesem Jahr 80.000 € Umsatz machen. Die Zahl ist spezifisch und zeitlich begrenzt. Sie ist auch messbar, denn Zahlen sind binär, entweder du erreichst das Ziel oder eben nicht.

Ist es aber realistisch? Kannst du es annehmen für dich?

Je nachdem, was du in 2019 für einen Umsatz getätigt hast, kann das dein Unterbewusstsein überfordern. Wenn du gerade mal gestartet hast mit der Selbstständigkeit kann das für dich vielleicht nicht realistisch sein. MERKE: dein Unterbewusstsein kann sich einen 3 Mal größeren Betrag noch vorstellen, danach schaltet es aber ab. Gut zu wissen für deine Zieldefinition, nicht wahr?

Nun denkst du also, du hast schon einen Schritt geschafft – denn dein Ziel steht fest – und du suchst dir vielleicht aus Zeitschriften oder dem Internet passende Bilder aus, die dieses Geld-Ziel repräsentieren (vielleicht ein Donald Duck mit den Goldmünzen) und gehst zum nächsten Punkt deines Visionboards über.

Hier hast du schon den ersten Fehler gemacht: Du bist dabei, dir ein „Goal Board“ und kein „Vision Board“ zu erstellen!

Was ist denn eigentlich eine Vision ?

Für mich ist eine Vision ein Bild in der Zukunft, das mein Herz höher schlagen lässt.

Ein Bild, dass mich mit Freude und Glück erfüllt, ein Gefühl, das ich im Körper irgendwo spüre: als Wärme, als Weite, als unbeschreiblich schön und erfüllend.

Jetzt Hand aufs Herz: erfüllt dich die Zahl, die vor dir auf dem Papier steht mit diesem Körpergefühl? Wohl eher nicht, oder? Zahlen, Daten, Fakten sind natürlich auch wichtig, aber sie sind die Domain unseres Verstandes. Unser Verstand kann aber kein Gefühl erzeugen.

Es geht um dein Herzgefühl.

Überlege dir also vielmehr, welches Gefühl du beim Erreichen deines Zieles haben möchtest.

Ist es ….Freiheit & Unabhängigkeit?

Ist es….Stolz, etwas Neues gewagt zu haben?

Ist es….ein gutes Selbstwertgefühl, dass du es erreichen kannst, wenn du es du dir vornimmst?

Du siehst schon, wir bewegen uns hier in einer anderen Kategorie.

Eine Vision ist also ein Satz und ein Bild, die ein Gefühl in dir auslösen und das du schon heute aktivieren kannst. Denn dein Unterbewusstsein kann nicht zwischen der Zukunft und der Gegenwart unterscheiden, in dem Moment, wo du dieses Gefühl aufrufst. Fühle deine Vision so, als ob sie schon Realität für dich ist 😊

Fehler 2: Du nimmst dir zu viel vor

Vielleicht geht es dir ja so wie mir: ich kann es nicht lassen, viele Ideen am liebsten gleich umsetzen zu wollen. Und Ideen sind ja wunderbar und tragen uns weiter, motivieren uns, den nächsten Schritt zu gehen. Aber vielleicht unterschätzt du ja den Aspekt, dass bestimmte Ideen erst reifen müssen und auch den RICHTIGEN Zeitpunkt benötigen.

Wieder ein Beispiel aus meinem eigenen Umfeld: die Idee, eine eigene Online-Community zu kreieren. Denn es liegt mir am Herzen, Menschen noch stärker in ihrer Entwicklung, ihrem Weg zu mehr Gesundheit und Selbstbestimmtheit zu begleiten. Gleichzeitig ist mir spirituelles Wissen sehr wichtig und all das wollte ich gerne in monatliche Webinare und kleine Step-by-Step Videos verpacken.

Natürlich hat mich meine Idee begeistert.

Natürlich habe ich nicht auf den (spirituellen) Rat gehört, dass dies in dem Jahr zu viel sei.

Natürlich wollte ich (wieder Mal) mit dem Kopf durch die Wand.

Das Ergebnis: es haben sich nur wenige angemeldet.

Man könnte nun sagen, dass ich nicht genügend Werbung dafür gemacht hatte, aber das stimmt nicht. Man sucht sich in solchen Momenten immer die Ausreden, die dann gut passen.

Die Wahrheit ist schlicht und einfach: ich habe mir zu viel vorgenommen.

Mein Buchprojekt UND die Community hätte ich vom Pensum wohl gar nicht geschafft. Deshalb bin ich letztendlich für diese Erfahrung dankbar und kann nun mit viel mehr innerer Gelassenheit mein Buchprojekt in Angriff nehmen.

Also habe ich die Vision der Community wieder aus meinem Visionboard gelöscht.

Kennst du auch solche Situationen? Kann es auch sein, dass du dir jede Menge Projekte vornimmst, aber dann im Laufe des Jahres aus der Puste kommst, weil du den Marathon der Aufgaben nicht bewältigst? Frustriert aufgibst und den Fehler im „Außen“ suchst?

Wenn dir das schon mal passiert ist, dann sei nicht zu streng mit dir. Sage dir, dass zu jedem guten Projekt auch der „Chronos“, also der richtige Zeitpunkt gehört, um ihn umzusetzen. Dann kommst du in den Fluss und dein Umfeld signalisiert dir das in Form von Zuspruch.

Wenn dieser ausbleibt, dann nimm es so an. Versteife dich nicht auf ein Visionboard, sondern danke dem Universum, dass es mit diesem Thema zu diesem Zeitpunkt nicht in Resonanz gegangen ist.

Fehler 3: Dein Visionboard liegt in deiner Schublade

Vielleicht hast du ja bis hierher alles richtig gemacht: Du hast dir 3-4 Visionen für das Jahr aufgeschrieben, mit Bildern untermalt und ein schönes DIN A4 Blatt gestaltet. In der Mitte steht „Meine Vision 2020“. Oder du hast ein echtes Pinboard gemacht und alle relevanten Punkte aufgesteckt.

Gute Arbeit! Und dann steht dein Pinboard in der Ecke oder dein Visionboard liegt in der Schublade.

Warum? Vielleicht möchtest du es deinen Freunden oder Familienmitgliedern nicht zeigen – denn es ist ja dein ganz persönlicher Schatz?

Das kann ich gut verstehen, aber du bist du sicher selbst darüber im Klaren, dass wenn du dein Visionboard nicht immer betrachtest, dich hineinversenkst, damit in irgendeiner Form kleine Rituale machst, dann erzielt es nicht den Effekt, den du dir wünschst.

Denn wir arbeiten hier mit deinem Unterbewusstsein und das braucht ganz sicher Wiederholungen.

Baue dein Visionboard also in regelmäßige Rituale ein:

– Vielleicht ist es das Erste, was du morgens in die Hand nimmst und ein paar Minuten betrachtest?

– Oder du baust es in deine morgendliche Meditationspraxis ein?

Du kannst auch deine Räume für deine Ziele nutzen. Denn unsere tägliche Umgebung wirkt auch sehr stark auf unser Unterbewusstsein. So kannst du beispielsweise „versteckte“ Hinweise auf deine Ziele in deinem Büro platzieren.

Ich habe beispielsweise eine schöne Federkette mit einem Kristall an meine Lampenschiene im Eingang gehängt. Es symbolisiert für mich die Leichtigkeit und die Spiritualität, die ich mit meinem Buchprojekt verbinde. Für den Umsatz kannst du dir ein paar goldene Schokothaler holen und sie auf deinen Tisch legen. Oder ein Glücksschwein gleich rechts neben deinem Arbeitsplatz, das für dich die Gesundheit repräsentiert.

Deiner Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt!

Noch ein Tipp: wenn du deine Ziele mit einer Aktivität verbindest, dann tust du noch mehr für das Erreichen deiner Vision! So kannst du immer wieder frische Blumen vor deinen Visionsobjekten stellen – du wertest sie dadurch auf und hauchst ihnen Leben ein. Und Freude wirst du dabei auch haben!

Und hier der ultimative Tipp für dich

Wenn ich die vielen Artikel über Visionboards lese, fällt mir immer eines auf: sie sind NIE digital. Will heißen, es geht immer um Papier, Schere und Kleber, vielleicht ein Blatt Papier und ein Pinboard.

Das ist auch alles ok und ich selbst habe mir mein Visionboard zunächst auf einem Blatt Papier kreiert.

Aber wir laufen doch ständig mit unserem Handy rum, beantworten Nachrichten und sind Online – da wäre es doch klasse, seine Visionen auf dem Handy immer präsent zu haben, oder?

Ich habe wirklich alle möglichen Apps zu dem Thema getestet, aber keine hat mich wirklich überzeugt: zu einfach, zu kompliziert oder irgendwie nicht handlich.

Dann bin ich auf Rat einer Freundin auf die App „Adobe Spark Video“ gestoßen. Du findest sie in deinem Appstore auf deinem Handy. Hier geht es eigentlich nicht um ein klassisches Visionboard, sondern um ein kleines Video, das du dir selbst erstellst: du kannst zu jeder Vision einen Satz schreiben, ihn mit einem Bild hinterlegen und eine Hintergrundmusik wählen oder deine eigene hochladen. Du kannst einstellen, wie lange jedes einzelne Bild eingeblendet bleiben soll und kannst auf Großformat beim Abspielen stellen.

So hast du dein Visionboard in einem kleinen Film von 3 Minuten gespeichert und kannst ihn jederzeit abspielen und dich an deine Herzensziele andocken. Ich wünsche dir viel Freude dabei!

Zum Jahresbeginn habe ich noch ein kleines Geschenk für dich, wie du im Berufsalltag gelassen & entspannt bleibst: Hier sind meine 5 besten Tipps zur Reduzierung deines Stresslevels – damit du gelassen deine Ziele visualisieren kannst.

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